Das Problem eines Atemschutzgeräteträgers ist es, dass er im Einsatz in lebensfeindliche Bereiche vordringt, dies aber im Gegensatz zu vielen anderen Tätigkeiten in der Feuerwehrausbildung kaum oder gar nicht unter realen Bedingungen üben kann. In Lichtenfels hatten nun die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Himmelkron die Möglichkeit, genau unter diesen realen Bedingungen zu üben. Der Einladung von Marcus Führer, dem Pressesprecher der Feuerwehr Lichtenfels, folgten 10 Kameraden und erlebten in und an einem alten Wohnhaus am eigenen Leib, wie sich ein Zimmerbrand "anfühlt".
Diese Erfahrung war jedoch nur der kleinste Teil der Veranstaltung. Das taktische Vorgehen des Gruppenführers, Überdruckbelüftung als Erstangriffsmittel, Strahlrohrführung, Schlauchmanagement, Personenrettung und Gefahrenlehre standen auf der Tagesordnung.
Insgesamt wurden 5 komplette Löschangriffe gefahren. Jedem Löschangriff ging ein anderes Szenario voraus. Nach jeder Übung wurde das Vorgehen analysiert, Fehler angesprochen und Verbesserungsvorschläge gemacht. Unterstützt wurde Marcus Führer von Kameraden der Feuerwehr Lichtenfels, die als Statisten und als Sicherheitspersonal zur Verfügung standen. Insgesamt konnten viele neue Erfahrungen gesammelt werden und einige Taktiken werden in Zukunft in die Ausbildung der Feuerwehrkameraden einfließen.