Feuerwehr Himmelkron

 

 

 

 

 

Wildflecken 2010

Tag 1:

13:00 Uhr:
Treffpunkt am Feuerwehrgerätehaus - Das Gepäck wird verstaut, letzte Absprachen getroffen.

13:30 Uhr:
Abfahrt! Gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehren Trebgast, Kupferberg, Wirsberg und Untersteinach fahren wir in Richtung Wildflecken. Eine 3-Stündige Fahrt liegt vor uns.

15:30 Uhr:
Rast in Knetzgau!

18:00 Uhr:
Ankunft in der Kaserne Wildflecken! Bezug der Zimmer und Einweisung in die Löschzüge.

21:00 Uhr:
Begrüßung durch die Führungskräfte. Abendessen.

22:00 Uhr:
Erkundungsfahrt auf dem Truppenübungsplatz und Abfahren der einzelnen Einsatzorte, da diese teilweise 10km auseinander liegen.

23:30 Uhr:
Rückkehr in die Unterkünfte, gemütliches Zusammensein, Nachtruhe

 

Tag 2:

07:30 Uhr:
Frühstück! Nacht war eher kurz. Stimmung ist gut. Alle sind gespannt, was der Tag so bringt.

Der Löschzug 10 besteht aus: Hohenberg 11/1, Himmelkron 48/1, Höchstädt 47/1, Arzberg 21/1, Oeschnitz 44/1

09:00 Uhr:
1. Einsatzbefehl: Person unter Kettenfahrzeug an der Hawk-Stellung! Bei Ankunft stellte sich heraus, dass eine Person unter einem Panzer eingeklemmt war. Der Patient wurde zunächst von einem Sanitäter betreut und mit Scheinwerfern und einer Decke warm gehalten. Zeitgleich wurde unterbaut und das Fahrzeug mit Hebekissen angehoben. Nach 15 Minuten war die Person befreit und konnte an den Rettungsdienst übergeben werden.

10:00 Uhr:
2. Einsatzbefehl: Containerbrand in Housing-Area. Während der Alarmfahrt wurde ein Bus querstehend angetroffen. Eine Person machte auf sich aufmerksam. Bei der Erkundung des Zugführers stellte sich heraus, dass eine Person vom Bus überrollt und unter diesem eingeklemmt wurde. Nach Meldung an die Leitstelle wurde dieser Einsatz abgearbeitet. Das Fahrzeug wurde gegen Wegrollen gesichert, Rettungsgerät wurde in Stellung gebracht und die Luftheber kamen wieder zum Einsatz. Wieder wurde die Person mit Strahlern und Decken erwärmt. Die Person konnte schnell befreit werden.

10:30 Uhr:
Leiterhebelübung in der Housing-Area!

11:30 Uhr:
3. Einsatzbefehl: Auslaufendes Benzin in einer Garage bei 16b. Die Erkundung des Zugführers ergab, dass Benzin in einer Garage auslief. Nähere Infos konnten die Passanten nicht geben. Unter Atemschutz ging ein Trupp zur Erkundung in das Gebäude vor. Dabei wurde eine eingeklemmte Person unter dem in der Garage stehenden Fahrzeug aufgefunden. Diese war nicht ansprechbar. Da eine Ex-Athmosphäre nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Person unter Einsatz von Pressluftatmern und Hebekissen befreit und gerettet. Ein Lüfter kam zum Einsatz, um den Bereich zu belüften.

12:30 Uhr:
Mittagessen

13:30 Uhr:
Informationsveranstaltung Schutzkleidung. Die Firma Consultiv stellte die neuesten Technologien auf dem Gebiet der Einsatzkleidung vor.

14:30 Uhr:
4. Einsatzbefehl: Unklare Rauchentwicklung in der Housing-Area. Beim Eintreffen des Zuges stieg Rauch aus dem Keller und aus einem Teil des 4-Stöckigen Gebäudes. Die Erkundung des Zugführers ergab, dass ein Kellerbrand im linken Gebäudeteil sich schnell ausbreitete. Eine verwirrte und aggressive Person unterbrach die weitere Erkundung des Zugführers. Diese Person musste von Kameraden betreut werden. Zunächst war nur der linke Treppenraum verraucht. Zwei Trupps gingen unter PA zur Brandbekämpfung in den Keller vor, ein Angriffstrupp durchsuchte die Stockwerke darüber. Bei der weiteren Erkundung konnte auch Rauch im Nachbarkeller festgestellt werden, der zweite Treppenraum war ebenfalls verraucht und Qualm drang aus mehreren Fenstern der höhergelegenen Wohnungen. Weitere Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz. Die Brände im Keller wurden gelöscht und die Treppenräume mit Lüfter rauchfrei gemacht. Insgesamt wurden 2 Personen aus dem Gebäude gerettet. Dieser Einsatz erforderte die Mithilfe aller Atemschutztrupps und brachte die Besatzung erstmals richtig ins Schwitzen.

16:30 Uhr:
Befüllen der Atemschutzflaschen und Gerätecheck

17:00 Uhr:
5. Einsatzbefehl: Person in Schacht in der Housing-Area. Beim Eintreffen des Zuges brannte vor dem Gebäude eine Mülltonne. Weiter ergab die Erkundung, dass eine Person in einem Schacht am Haus bewusstlos am Boden lag. Weiteres war nicht bekannt. Der Brand wurde mit einem C-Rohr gelöscht, die Tonne aus der unmittelbaren Gefahrenstelle entfernt. Die Atmosphäre im Schacht wurde mit einem Gasmessgerät überprüft und für ungefährlich befunden. Der Sanitäter konnte zum Patienten vordringen um diesen zu untersuchen. Da eine Bewusstlosigkeit vorlag, entschied der Sanitäter, eine Crashrettung durchzuführen. Der Patient wurde durch die Schachtöffnung befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

18:30 Uhr:
Abendessen! Danach Ruhepause bis ca. 22:00 Uhr.

22:30 Uhr:
Einsatzauftrag: Unterstützung der Löschzüge 40, 50, 60, 70, 90. Diese waren bereits an der größten Einsatzstelle des Tages. Szenario war ein Entstehungsbrand, der sich im Laufe des Einsatzes zu einem Mehrfamilien-Wohnhausbrand mit mehreren vermissten Personen, Explosionen und massiver Rauchentwicklung. Leider war unser Löschzug nur am Rande in den Einsatz mit eingebunden, die Arbeit verrichteten die anderen Einheiten. Die hergestellte Atemschutzbereitschaft konnte nach eineinhalb Stunden wieder aufgelöst werden.

01:30 Uhr:
Rückkehr in die Unterkünfte, Abend ausklingen lassen, alle sind recht geschafft. Mal sehen, was der Morgen bringt.

 

Tag 3:

08:30 Uhr:
Frühstück! Nacht war noch kürzer. Das sieht man den Kameraden an.

09:00 Uhr:
Einsatzbereitschaft an der Flaschenfüllstation herstellen. Sehr viel los, es zieht sich hin.

10:00 Uhr:
Atemschutzdurchgang im Brandübungscontainer. 3 Trupps unter PA im Innenangriff.

12:00 Uhr:
Mittagessen! Bisher ist es eher ruhig.

13:15 Uhr:
1. Einsatzbefehl: Schwerer Verkehrsunfall mit Holztransporter bei 17b, mehrere Personen eingeklemmt, Person vermisst. Der Einsatz wird mit 2 Zügen abgearbeitet. Bei Eintreffen des Löschzugs 10 ergibt sich folgende Lage: 5 PKW verunglückt vor, auf und unter Brücke. PKW1 liegt auf Seite, Person eingeklemmt; PKW2 ist von Baumstamm durchbohrt, ein Baumstamm liegt auf dem Dach; PKW3 und 4 liegen verkeilt auf der Brücke, ein PKW ist absturzgefährdet, zwei Personen eingeklemmt, davon eine EX. Ein PKW von Brücke gestürzt und brennt. Passanten belagern die Einsatzstelle, verwirrte Personen stürmen den Einsatzkräften entgegen.

Nach der Erkundung des Zugführers bekommt Himmelkron 48/1 den Einsatzbefehl zur Befreiung der eingeklemmten Person in PKW1, der 2. PKW soll gesichert werden. Nach ca. 1 Stunde konnte der Patient zur Verletztensammelstelle gebracht werden. Diese Übung war für den Löschzug der Höhepunkt in Wildflecken. Nach einer ausführlichen Einsatzbesprechung werden die Züge wieder einsatzbereit gemacht und fahren zurück zum Bereitstellungsraum.

15:00 Uhr:
Schulung in der Kirche. Vortrag Brandermittlung.

16:30 Uhr:
2. Einsatzbefehl: Vermisste Person nach Blitzschlag bei 16b. Bei Ankunft wird der Zugführer von 2 Personen empfangen, die auf der Suche nach ihrem Kollegen sind. Dieser ist seit einem kurz vorher erfolgten Blitzschlag nicht mehr auffindbar. Er ist das letzte Mal kurz vor dem Blitz auf dem Balkon eines verschlossenen Gebäudes gesehen worden. Die Besatzung von Himmelkron 48/1 bekommt einen Erkundungsauftrag auf den Balkon über Steckleiter. Dort wird die Person aufgefunden und wird über einen Leiterhebel vom Balkon gerettet.

17:15 Uhr:
3. Einsatzbefehl: Demo in Berlin Kreuzberg, schwere Ausschreitungen! Mehrere Brände, Alarm für alle Züge! Der Zug 10 stand zunächst am Einsatzort in Bereitstellung. Der Zugführer machte sich mit einem Melder auf den Weg, die Lage zu erkunden. Andere Züge hatten mittlerweile alle Hände voll zu tun, die Masse unter Kontrolle zu bringen. Leider verletzte sich dabei ein Kamerad an der Schulter, die Übung wurde sofort unterbrochen. Der First Responder wurde zur Einsatzstelle gerufen, ebenso Rettungsdienst und Notarzt. Die Übung wurde abgebrochen, alle Züge fuhren zurück zum Bereitstellungsplatz.

19:45 Uhr:
Abfahrt zum Grillabend, Abschlussveranstaltung. Bei Bratwurst, Steak, Kulmbacher Bier und Livemusik wurde ordentlich gefeiert!

 

Tag 4:

09:00 Uhr:
Frühstück! Viele Kameraden sehen so aus, als ob die Nacht besonders kurz gewesen wäre. Das ist auch der Fall. Vier Stunden Schlaf ist eindeutig zu wenig.

10:30 Uhr:
Zimmerübergabe an die Bundeswehr.

11:30 Uhr:
Verabschiedung und Abfahrt Richtung Himmelkron

15:00 Uhr:
Ankunft in Himmelkron, Fahrzeug reinigen und Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Das wars. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt. Auf jeden Fall waren alle begeistert!